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Die Regulierung von Big Data in Handelsabkommen

 

Internationale Handelsabkommen regulieren immer öfter auch Datenströme. Da sich diese Regeln auf den grenzüberschreitenden Einsatz von Big Data beziehen, sollte ihre Tragweite allen Entscheidungsträgern bewusst sein. Dieses Projekt analysiert mithilfe relevanter Instrumente die Regulierungslandschaft von Big Data.

Porträt / Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Wir erfassen die existierenden Regelungen für Big-Data-Anwendungen in internationalen, regionalen und bilateralen Handelsabkommen. Mithilfe von rechtsanalytischen und Werkzeugen aus den Bereichen der internationalen Beziehungen und der Politikwissenschaft zeigen wir, wie sich bestimmte regulatorische Lösungen im Laufe der Zeit verändert haben. Ferner werden wir die durch Handelsabkommen ausgelösten regulatorischen Änderungen sowie ihre möglichen Auswirkungen auf aktuelle und zukünftige Massnahmen des Staates im Zusammenhang mit Big Data untersuchen. Schliesslich erkunden wir, ob – und falls ja wie – Handelsabkommen herkömmliche Daten und Big Data behandeln sollten, und wie Entscheidungsträger die Instrumente des internationalen Handelsrechts einsetzen können, um adäquat auf Veränderungen der digitalen Wirtschaft zu reagieren.

Hintergrund

Die grenzübergreifende Regulierung von Big Data schafft ein Dilemma, indem sie einerseits die Souveränität der betroffenen Staaten infrage stellt und andererseits eine nicht zu unterschätzende Barriere für den freien Handel darstellt und das Wachstum der digitalen Wirtschaft verhindern kann. Um dieses Dilemma zu lösen, müssen schwierige politische Entscheide gefällt werden. Dabei sollen Entscheidungsträger über die notwendigen Informationen und eingehende Kenntnis der Gesamtlage verfügen können.

Ziele

Dieses Projekt will aufzeigen, in welcher Weise das internationale Handelsrecht auf Big Data anzuwenden ist. Es stellt die Entscheide, die bezüglich Big Data in den Handelsabkommen getroffen werden müssen, in einen umfassenden Kontext und beantwortet Fragen wie: Sollten herkömmliche Daten und Big Data unterschiedlich behandelt werden? Sollte es besondere Datenschutzregeln geben?

Bedeutung / Anwendung

Der Nutzen des Projekts schätzen wir hoch ein. Die von uns generierten Daten werden auch für andere Forschungsprojekte und politische Aktivitäten förderlich sein. Die im Rahmen des Projekts geleistete interdisziplinäre Forschung zur Regulierung von Big Data in Handelsabkommen wird einen wichtigen Beitrag zur diesbezüglichen Literatur leisten und die Kompetenz der Schweiz in dieser globalen Thematik stärken.

Originaltitel

The Governance of Big Data in Trade Agreements: Design, Diffusion and Implications

Projektverantwortliche

  • PD, Dr. Mira Burri, Universität Luzern
  • Prof. Manfred Elsig, World Trade Institute, Universität Bern

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

PD, Dr. Mira Burri Universität Luzern Frohburgstrasse 3
Postfach 4466
6002 Luzern mira.burri@unilu.ch

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