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Der Umgang mit Big Data: Methoden für eine Soziologie des 21. Jahrhunderts

 

Bislang gibt es in der Methodenausbildung der deutschsprachigen Soziologie wenig bis keinen Umgang mit Big Data, obwohl die Soziologie bei der Auswertung von Big Data wichtige Beiträge leisten kann. Dieses Projekt untersucht, inwieweit sich der soziologische Werkzeugkasten sinnvoll erweitern lässt, wenn Methoden, Instrumente und Kompetenzen der Soziologie, der Datenwissenschaften und des Datenjournalismus miteinander verknüpft werden.

Porträt / Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Im Zentrum des Projekts steht die Untersuchung der Felder Soziologie, Datenwissenschaften und Datenjournalismus. In drei Unterprojekten werden Lehrinhalte und Ausbildungsgänge im Hinblick auf Methoden, Kompetenzen und Instrumente sowie berufliche Perspektiven untersucht. Mögliche Überschneidungen der einzelnen Felder sollen verdeutlichen, wie der soziologische Werkzeugkasten erweitert werden kann und wie andere datenanalytische Felder von soziologischen Einsichten profitieren können. Die Untersuchung verbindet wissenschafts- und professionssoziologische Erkenntnisse mit organisationssoziologischen Ansätzen zur Entstehung neuer Felder. Bei der Untersuchung der drei Felder kommen neben den klassischen Methoden der Soziologie auch neuere Verfahren, z.B. für die Analyse von grossen Textdatenmengen, zum Einsatz.

Hintergrund

Big Data – grosse, meist unstrukturierte Datenmengen zu verschiedensten sozialen Phänomenen – birgt Herausforderungen, aber auch Chancen für die soziologische Analyse der sozialen Welt. Grundsätzlich sind Soziologen bestens für solche Analysen vorbereitet, da sie theoretische Konzepte mit empirischer Evidenz verknüpfen können. Doch die klassischerweise genutzten Methoden der Soziologie sind für andere Daten entwickelt (z.B. repräsentative Stichproben, Interviews) und eignen sich weniger gut für die Analyse von Big Data als die Methoden neuer Felder wie der Datenwissenschaften und des Datenjournalismus.

Ziele

Das Projekt identifiziert Überschneidungen zwischen Soziologie, Datenwissenschaften und Datenjournalismus. Aufgrund von systematischen Untersuchungen entwickelt das Projekt Empfehlungen für einen erweiterten Werkzeugkasten. Die identifizierten Werkzeuge sollen Soziologinnen und Soziologen neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen.

Bedeutung / Anwendung

Das Projekt weist auf die Herausforderungen hin, die Big Data für die Soziologie in der Lehre darstellt. Es liefert Erkenntnisse über die neu entstehenden Berufsfelder Datenwissenschaften und Datenjournalismus und zeichnet aktuelle Entwicklungen in der Soziologie nach. Darüber hinaus trägt es zur Verbesserung der Datenkompetenz bei und schärft das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Einsatzmöglichkeiten von Big Data.

Originaltitel

Facing Big Data: Methods and skills needed for a 21st century sociology

Projektverantwortliche

Prof. Sophie Mützel, Soziologisches Seminar, Universität Luzern

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Sophie Mützel Soziologisches Seminar Universität Luzern Frohburgstrasse 3
Postfach 4466
6002 Luzern sophie.muetzel@unilu.ch

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