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Wenn Augenzeugen-Videos das Krisenmanagement unterstützen

 

Tritt ein Bach über die Ufer und überflutet dann die Keller, zeichnen viele das Ereignis mittels Smartphone auf. Solche Augenzeugen-Videos enthalten potentiell interessante Informationen für die Ereignisbewältigung. Das Projekt will die relevanten Videos identifizieren und deren Inhalte für das Krisenmanagement aufbereiten.

Porträt / Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Ein Mensch entscheidet schnell und effizient, ob Videos relevante Informationen enthalten oder nicht. In einer Krisensituation fehlt jedoch die Zeit dazu. Daher entwickelt das Projekt Methoden der künstlichen Intelligenz, um die Videos zu beurteilen und zu filtern. Ausgewählte Videos werden dann mit bekannten Daten und Bildern einer Region verglichen und so korrekt positioniert und ausgerichtet. Abhängig von den Inhalten und den Einstellungen produzieren diese Schritte mehr oder weniger viele Falschauswahlen. Darum werden die Informationen visuell so aufbereitet, dass die Endauswahl und Korrektur der Position einfach und effizient von den Bearbeitenden vorgenommen werden können. So wird sichergestellt, dass die Informationen schnell verfügbar und einfach nutzbar sind.

Hintergrund

Aufgezeichnete Videos von den verschiedensten Ereignissen füllen online-Plattformen. Das Krisenmanagement hat in einer stressreichen Ereignissituation aber nicht die Zeit, sich stundenlang Videos anzuschauen, um allenfalls relevante Inhalte zu identifizieren. Eine automatische Beurteilung und Aufbereitung von Augenzeugen-Videos soll helfen, Informationen aus unterschiedlichen Perspektiven nutzen zu können.

Ziele

Das Krisenmanagement soll mit relevanten Informationen unterstützt werden, die eine Kombination von Algorithmen aus Augenzeugen-Videos extrahiert. Die Algorithmen müssen die Videos zuerst bezüglich ihrer Relevanz beurteilen – und dann die Videos bezüglich ihrer Inhalte analysieren und geografisch korrekt positionieren und ausrichten. Diese Prozesse sind mit Unsicherheiten behaftet und die Resultate deshalb nicht immer zuverlässig. Doch eine geeignete visuelle Aufbereitung stellt sicher, dass die Resultate effizient und nutzbringend in die Arbeitsabläufe integriert werden können.

Bedeutung / Anwendung

Die Verfügbarkeit von zeitnahen relevanten Informationen ist zentral für die Krisenbewältigung. Die Informationen ermöglichen, dass rasch die richtigen Entscheide gefällt werden. Dadurch sollen teure Fehlentscheidungen mit potentiellen negativen Folgen für Infrastruktur, sowie Schutz und Rettung weitgehend vermieden werden.

Originaltitel

EVAC – Employing Video Analytics for Crisis Management

Projektverantwortliche

  • Prof. Susanne Bleisch, Institut Vermessung und Geoinformation, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Fachhochschule Nordwestschweiz
  • Prof. Jürgen Schmidhuber, Istituto Dalle Molle di Studi sull'Intelligenza Artificiale
  • Prof. Stephan Nebiker, Institut Vermessung und Geoinformation, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Fachhochschule Nordwestschweiz

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Susanne Bleisch Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik
Institut Vermessung und Geoinformation
Gründenstrasse 40 4132 Muttenz susanne.bleisch@fhnw.ch

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