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Die globale Struktur von Wissensnetzwerken

 

Patente schützen das Recht von Einzelpersonen, ihre Erfindungen zu verwerten. Sie sind zudem eine Art formalisierten Wissens, das der Entwicklung neuen Wissens dient. Dieses Projekt untersucht Patentzitate, um herauszufinden, wie Patente die Wissensgrundlagen für Innovationen schaffen können.

Porträt / Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Das Projekt ist in drei Teilprojekte gegliedert, welche die Ursprünge, die Entwicklung und die Veränderung der globalen Struktur von Wissensnetzen untersuchen. Das erste Teilprojekt nutzt aktuelle Techniken und Technologien des Datenbankmanagements, um das vielleicht umfassendste Wissensnetz weltweit aufzubauen und zu verwalten. Das zweite Teilprojekt setzt Algorithmen für die Informationsgewinnung und innovative Modellierungstechniken ein, um das Teilnetzwerk zu identifizieren, das die Schweiz mit den weltumspannenden Wissensnetzen verbindet. Das dritte Teilprojekt soll die derzeit verfügbaren Modelle erweitern und auf beliebig grosse Netzwerke anwenden, indem es sich auf die Ergebnisse der jüngsten Statistikmodelle für soziale Netzwerke stützt.

Hintergrund

Durch Patentzitate können Verbindungen zwischen verschiedenen Patenten nachvollzogen werden. So zeigen sie auch Prozesse auf, wie Wissen ensteht. Indem wir die Verbindungen zwischen Patentzitaten erkennen und neu einordnen, tragen wir zum besseren Verständnis der globalen Produktion und Transformation von Wissen bei.

Ziele

Wir wollen das grösste und umfassendste Wissensnetz aufbauen. Dazu führen wir von der OECD bereitgestellte einzelne Patentdatensätze und Firmendaten zusammen, um die Patente mit firmenspezifischen Daten zu koppeln. Die neuen Datensätze werden zur Entwicklung und zum Testen von innovativen Techniken der Informationsgewinnung und Modellen für die Netzwerkanalyse genutzt. Diese Techniken und Modelle werden dann auf grosse Datensätze mit komplexen, sich verändernden Netzwerkstrukturen angewendet.

Bedeutung / Anwendung

Die Schweiz belegt konstant (zuletzt 2016) den Spitzenplatz im Global Innovation Index, dem Ranking der Weltorganisation für geistiges Eigentum und anderer führender Organisationen. Damit die Schweiz das innovativste Land der Welt bleibt, ist es wichtig zu verstehen, wie Wissen entsteht, wie es verknüpft und verändert wird.

Originaltitel

The Global Structure of Knowledge Networks: Data, Models and Empirical Results

Projektverantwortliche

  • Professor Alessandro Lomi, Interdisciplinary Institute of Data Science, Università della Svizzera Italiana
  • Dr. Fabio Crestani, Facoltà di scienze informatiche, Università della Svizzera italiana
  • Dr. Robins Garry, Melbourne School of Psychological Sciences, University of Melbourne

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Professor Alessandro Lomi Interdisciplinary Institute of Data Science
Università della Svizzera Italiana
Via Lambertenghi 10 a 6904 Lugano lomi_snf@usi.ch