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Women in Big Data

 

In der Schweiz sind weniger als die Hälfte aller MINT-Studierenden (Mathematik, Ingenieur-, Natur- und Technikwissenschaften) Frauen. Es ist wichtig, eine offene und breite Diskussion über die Förderung und den Erhalt von Karrieren für Frauen in MINT-Bereichen zu führen.

Porträt (laufendes Forschungsprojekt)

In den letzten zehn Jahren haben sich verschiedene öffentliche und private Initiativen mit der ungleichmässigen Verteilung der Geschlechter in technischen Berufen befasst. Einige konzentrieren sich darauf, Mädchen und jungen Frauen eine besondere Ausbildung und Betreuung anzubieten, damit sie eher in Berufe mit technologischer und mathematischer Affinität eintreten und bleiben können. Die Forschung zeigt aber, dass männlich dominierte Arbeitskulturen Frauen vom Betreten und Bleiben abhalten. Medienberichte weisen auch auf Diskriminierung bei der Entlohnung und Beförderung sowie auf sexuelle Belästigung in Technologieunternehmen hin.

Die Querschnittsaktivität soll eine offene Diskussion über den Aufbau, die Weiterentwicklung und den Erhalt von Karrieren für Frauen in MINT Bereichen fördern.

Hintergrund

In der Schweiz sind weniger als die Hälfte aller MINT-Studierenden Frauen. Dies gilt für alle Stufen der universitären Ausbildung und ist besonders ausgeprägt in den Informatik- und Informationswissenschaften, Mathematik und Ingenieurwissenschaften. Weltweit machen Frauen weniger als ein Drittel der Beschäftigten in der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung aus; Frauen sind seltener in technologieintensive Unternehmensfunktionen eingestiegen und verlassen diese eher.

Ziel

Ziel der Querschnittaktivität ist die Schaffung eines Netzwerks, um Frauen in Industrie und Wissenschaft miteinander zu vernetzen, sich über berufliche Herausforderungen und Lösungen auszutauschen, um zu diskutieren, wie man sich bei Big Data-Herausforderungen in Wert setzen kann, um interdisziplinär zusammenzuarbeiten und um Karrieren im digitalen Zeitalter weiter voranzutreiben und zu erforschen.

Bedeutung

Nur eine Minderheit der Projekte des NFP 75 wird von Frauen geleitet. "Women in Big Data" ermöglicht es, Frauen in diesem Bereich zu stärken und ihre Forschung und Karriere voranzutreiben. Fragen der strukturellen Ungleichheit und Diskriminierung vereinen die Erfahrungen von Frauen über alle Disziplinen hinweg. Diese Initiative bietet ein Forum, um Muster zu erkennen, Strategien zu diskutieren und sich gegenseitig in spannender und inspirierender Forschung zu fördern. Zum Beispiel wird auch die Frage behandelt, wie Geschlechterverzerrungen in Forschungen über Big Data und ihre Anwendungen einfliessen.

Anwendung

Das greifbare Ergebnis dieser Querschnittsaktivität ist die Bildung einer Plattform zur Unterstützung von Frauen in der Big Data-Forschung. Wir planen, mit einem internationalen Workshop (Juni 2018, Zürich) zu beginnen, der ein erster Schritt mit weiteren Veranstaltungen sein wird. Abgestützt auf eine Evaluation dieses ersten Workshops könnte eine Idee darin bestehen, weitere kleinere Veranstaltungen mit einem engeren Fokus durchzuführen (z.B. thematische Roundtables mit Karriereentwicklungen).

Originaltitel

Women in Big Data

Projektverantwortliche

  • Dr. Lydia Yiyu Chen IBM Research GmbH
  • Prof. Sophie Mützel, Soziologisches Seminar, Universität Luzern

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Ph.D. Lydia Y. Chen Associate Professor, Distributed System Department Delft University of Technology, The Netherlands http://lydiaychen.com lydiaychen@ieee.org

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